Im schönen Baskenland, Teil 1: Der Klang der Sirene

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sireneDer Baske an sich ist ja raue Zeiten und Gezeiten gewöhnt. Sturm, Regen und hohe Wellen gehören für den Durchschnittsbewohner des schönen, baksischen Küstenstädtchen San Sebastian genauso zum Alltag wie für den Bayern die Weißwurst. Auch das Grüppchen Menschen, das am vergangenen Wochenende auf der Straße herumstand, ließ sich nicht vom schlechten Wetter abhalten und hielt Mahnwache vor einer Bank mit dem Namen Banco Guipuzcoano, tapfer mit Regenschirmen bewaffnet.

Das große Plakat mit anprangernden Sprüchen ließ schwer annehmen, dass es sich bei der Banco Guipuzcoano um den ehemaligen Arbeitsgeber der Demonstranten handelte. Um ihrem Protest mehr Nachdruck zu verleihen, hatten die tapferen Krisenverlierer ein Sirene mitgebracht, die sehr laut heulte und alle Passanten inklusive des Schreibers dieser Zeilen zum schnellen Weitergehen motivierte.

Als ich dann zwei Straßen weiter eine für meine Ohren erträgliche Distanz erreicht hatte, ging plötzlich eine andere, noch viel lautere Sirene los. Feuerwehralarm? Was für ein Zufall, dachte ich, kam aber sofort zu Besinnung. Das war natürlich keine Feuerwehrsire. Das waren die Kollegen von der Konkurrenzbank. Voll Krise halt und raue Zeiten.

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