Der König des Flamenco: El Rey del Flamenco im Interview Teil 1

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Lange versprochen, lange erwartet, und jetzt in voller Länge: Exklusiv präsentieren wir heute den ersten Teil des Interviews mit El Rey del Flamenco. Wir treffen den deutschen Ausnahmekünstler nicht in einem verrauchten Hinterzimmer, sondern haben ihn bei einer Reise nach Barcelona begleitet, wo er World of Chusma in einem halbstündigen Gespräch Rede und Antwort zu Details seiner Vergangenheit und Zukunft steht. Um unerkannt zu bleiben, erscheint der König des Flamenco zum Interview auf den Ramblas der katalanischen Hauptstadt mit einer Baseballkappe und einer großen Sonnenbrille.***

Der König des Flamenco, wie fühlen Sie sich heute?

Gut.

Für einige unserer Leser, die Ihre Geschichte noch nicht so gut kennen: Vielleicht berichten Sie uns von Ihrer Zeit in Sevilla und den Anfängen Ihrer Karriere?

Ich ging vor sieben Jahren nach Sevilla, eigentlich nur, um die hübschen spanischen Mädchen kennen zu lernen. Allerdings kam ich sehr schnell mit dem Flamenco in Berührung und wusste vom ersten Moment – das ist mein Ding. Intensiven Tanzstunden folgten schnell Auftritte in kleinen Clubs, wo ich schon früh Erfolge sammelte.

Naja, und was soll ich sagen, das Ganze entwickelte sehr schnell eine Eigendynamik. Sie wissen ja, wie das ist im Rock ’n’ Roll: Der Erfolg bringt Geld, Drogen und schöne Frauen. Ja, es war eine perfekte Zeit. Irgendwann aber kippte die Stimmung: Als Fans stundenlang vor meiner Wohnung auf Knien um meine Aufmerksamkeit, Liebe und Autogramme bettelten, während ich zugedröhnt auf dem Sofa lag, da wurde mir die Sache zu viel. Ich sagte mir, “Rey, das wars”, schnitt mir meine langen Haare ab, spülte das Koks die Toilette runter und drehte meiner Wahlheimat Spanien den Rücken zu – vier lange Jahre lang.

Trotzdem kamen Sie vor mehr als einem Jahr für ein knapp 10-monatiges Gastspiel nach Barcelona zurück – warum?

Ich dachte, es wäre genug Zeit verstrichen und der Hype hätte sich gelegt. Ich war auch wieder komplett clean. Zu Beginn war auch alles sehr entspannt, meine Tanzshows verliefen sehr erfolgreich, ohne nennenswerte Zwischenfälle. Als dann aber mein Manager anfing, mir täglich Outlook-Termine für die One-Night-Stands zu schicken, weil der Andrang an Groupies einfach so groß war, wusste ich, dass es wieder Zeit war, auszusteigen. Ich saß zuletzt nur noch in meinem Hotelzimmer, trank Bier und schaute mir die Spiele des FC Kaiserslautern im Fernsehen an. Ich wollte von der Welt da draußen nichts wissen. Das ist kein Leben, glauben Sie mir.

Das heißt, im Moment nur zu Besuch in Barcelona?

Genau, ich bin als Privatmann in diesen Tagen unterwegs. Mir gefällt es hier sehr gut, allerdings kann ich den Rummel um meine Person nicht ertragen. Deswegen auch die Verkleidung.

Wovon lebt denn der König des Flamenco, wenn er nicht in seinem Beruf arbeiten kann?

Das ist natürlich nicht einfach, obwohl ich auch was auf der hohen Kante habe. Zu Zeit finanziere ich meinen nicht ganz günstigen Lebensstil vor allem durch den massiven Verkauf von T-Shirts. Da kommt schon was zusammen. Alternativ denke ich über einen Berufsweg als Thekenhalter nach.

Lesen Sie demnächst im zweiten Teil unseres Interviews: Wie sieht El Rey del Flamenco die Zukunft des spanischen Kulturtanzes? Was ist das Geheimnis seines Erfolges? Und werden wir jemals wieder live auf der Bühne sehen?

***El Rey del Flamenco bat uns, zum Schutz seiner Privatsphäre von Fotos abzusehen. Wir respektieren das.

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4 Kommentare zu “Der König des Flamenco: El Rey del Flamenco im Interview Teil 1”

  1. Wow!!! Ich bin seit 8 Jahren Flamenco-Fan und ich muss sagen: So ein geiles Interview zum Thema hab ich noch nie gelesen. Bitte auf Knien um die sofortige Veröffentlichung des 2ten Teils.

  2. Mmmmmhhh, qué arte tiene ese hombre. Puedo sentir incluso aquí su carisma.
    ¿Cuándo actua?
    Estoy loca por verle en directo.

    Un beso muy grande, mi amor

  3. Dieses Interview ist eine miese Campagne von einem miesen T-Shirt-Bedrucker gegen meine ehrenwerte Partei. Dieser Flamenco-Heinz und der Herausgeber dieses Schmierenblogs sind korrupt. Nicht ich oder meine Partei. Wir werden unseren Staatsanwalt auf sie hetzen!

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