Der Boden der Tatsachen

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Es war etwa halb acht am Abend, als ich im Zentrum Barcelonas die Tapas-Bar betrat. Nachdem ich unter anderem eine schlecht gezapfte caña, ein paar Albondigas und Aceitunas bestellt hatte, griff ich zur Marca und las die neuesten Nachrichten über das bevorstehende Spitzenspiel der spanischen Liga zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona.

Weil mich aber die Gerüchte über den schwulen Guti nicht sonderlich interessierten, schob ich mir ein Stück Tortilla in den Mund und warf einen Blick auf den Fernseher in der Bar, wo gerade der Teaser für die neueste Staffel von Operación Triunfo lief. Ein kurzes Vergnügen, denn der Gast neben mir an der Theke war sehr mitteilungsbedürftig und begann auf Castellano, mich über Fußball, den immer noch schwulen Guti und das Wetter vollzulabern.

Ich schnappte mir also meine Tapas, setzte mich an einen Tisch, und hörte dem Chambao-Song zu, der gerade übers Radio aus den Lautsprecherboxen klang. Nostalgie stieg in mir hoch und ich dachte darüber nach, wie schön es doch war, in Spanien zu leben. Mit diesem Gedanken im Kopf fragte ich nach der Rechnung, hinterließ landestypisch fast kein Trinkgeld und ging zufrieden aus der Tapasbar. Und landete in diesem Moment beim Anblick dieses Graffitis auf dem Boden der Tatsachen. Joder.

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1 Kommentar zu “Der Boden der Tatsachen”

  1. Herr Guti ist nicht schwul. Herr Guti sucht sein Glück. Hier findet er es allerdings wohl eher nicht.

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